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Um die Rauhnächte ranken sich viele Mythen. Denn sie sind die geheimnisvolle Zeit zwischen den Jahren. Doch Sie wissen so gar nicht welche Bedeutung diese Nächte haben? Dann gibt es hier ein paar Infos. Und dazu noch einige Rituale damit das nächste Jahr ein gutes wird.

Was ist das Geheimnis der Rauhnächte?

Alsuna, ihre Kinder und die ganze Familie sind eng zusammengerückt. Denn es gibt nur ein einzige Feuerstelle im Haus, die ihnen Wärme spendet. Während die Männer wieder und wieder Feuerholz nachlegen, beobachten die Anderen gebannt den Tanz der Flammen. Es ist eine stürmische und eiskalte Winternacht. Plötzlich werden die Tiere im Stall unruhig. Was ist da draußen? Es klingt wie das Heulen wilder Tiere, und plötzlich klopft es an der Tür….Oder ist es nur der eisige Wind, der um die Hütte weht und der alte Besen, der gegen die Hauswand schlägt?

Rauhnächte: Zeit für Magie und Wünsche
Rauhnächte: Zeit für Magie und Wünsche

Die Nacht ist unheimlich. Denn die Rauhnächte haben gerade begonnen. So steht das Tor zur Welt der Geister und Dämonen offen. In dieser Zeit soll die Arbeit ruhen, und die Menschen dürfen innehalten. Die Alten erzählen Märchen und Sagen und bringen die Augen der Kinder zum Staunen. Doch in den Rauhnächten wird auch das neue Jahr vorausgesagt. Wie werden das Wetter und die Ernte? Bleiben Familie und das Vieh gesund? All diese Fragen sind überlebenswichtig für diese kleine Gemeinschaft. Mit Bräuchen und Ritualen wollen die Menschen eine Antwort finden, und die Geister gut stimmen.

Dezember-Zeit ist Rauhnacht-Zeit

Die Rauhnächte sind die Zeit zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar. Es ist die sogenannten Mittwinterzeit zwischen den Jahren. Hier regieren die stürmischen Mächte und brausen als „Wilde Jagd“ durch das Land. Doch warum liegen diese Tage „zwischen den Jahren“ – also außerhalb der Zeit?

Eine Erklärung ist, dass das Mondjahr nach dem germanischen Mondkalender 354 Tage hat. Das Sonnenjahr dauert dagegen 365 Tage. In diesen 12 zusätzlichen Nächten sind die Gesetze der Natur außer Kraft.
Und so verschwimmt in der magischen Zeit die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits. Mit Ritualen bitten die Menschen die Geister und Ahnen um ein gutes neues Jahr.

Weshalb die Rauhnächte so heißen? Das ist nach wie vor unklar. Eventuell stammt die Bedeutung aus dem mittelhochdeutschen und heißt so viel wie „haarig“. Möglicherweise sind damit die fellgekleideten Dämonen gemeint, die in dieser Dezember-Zeit regieren. „Es kann sich auch auf das Ausräuchern der Häuser mit Weihrauch beziehen, das angeblich zum Schutz vor bösen Geistern in der Weihnachtszeit praktiziert wurde“, weiß Dr. Dagmar Hänel. Sie studierte Volkskunde und forscht auch im Bereich Rituale und Bräuche. „Ich persönlich vermute, dass das Wort erst im 19. Jahrhundert im Zuge der romantisch-mythologischen Volkskunde aufgekommen ist“, so die Expertin weiter. 

während der Rauhnächten im Dezbember und Januar wurde und wird gern geräuchert. vor allem mit Weihrauch, Salbei und Beifuß
ein Ritual der Rauhnächte: mit Weihrauch und Salbei räuchern

Rauhnacht-Kräuter: Was kann ich räuchern?

Geräuchert wird auch heutzutage noch gern. Also hat sich dieser Brauch in unsere Zeit gerettet. Gerade in der Weihnachtszeit werden kleine Rauchwölkchen gen Himmel oder durch Wohnung und Büroräume geschickt. Auf diese Weise wird negative Energie aufgelöst, und neue energetische Kraft kann Einzug halten. 
Für die Reinigung von Mensch, Tier und Haus eignen sich besonders Weißer Salbei, Beifuß oder Wacholder. Stimmungsaufhellend und desinfizierend wirken Weihrauch und Lavendel.

Von Träumen und verfitzten Geistern 

Kennen Sie das Bleigießen an Silvester? Auch das ist ein überliefertes Ritual mit dem wir am letzten Dezember-Tag unsere Zukunft deuten wollen. 
Viele von Ihnen wissen auch, dass in den Rauhnächten keine Wäsche gewaschen und aufgehangen werden darf. Denn die Geister, die uns in dieser Zeit umgeben, könnten sich darin verknoten und so Unheil über uns bringen.
Und dann sind noch die nächtlichen Träume: auch sie zeigen auf, was uns je nach Rauhnacht in den einzelnen Monaten erwartet.

Alles in allem kann die Zeit der Rauhnächte Ruhe und Besinnung schenken. Fragen Sie sich bewusst:
Was will ich aus dem alten Jahr loslassen, und was wünsche ich mir für die Zukunft?

Jede der 12 Rauhnächte steht für einen Monat im kommenden Jahr. Mit ein paar schönen Ritualen, können Sie sich bewusst auf die kommende Zeit einstimmen. Hier ein paar Beispiele:

ein Brauch zur Rauhnacht: eine Kerze für Familie und Ahnen entzünden

Rituale für die Rauhnächte

  • 1. Rauhnacht: 24. auf 25. Dezember steht für den Monat Januar
    • stärken Sie Ihre Wurzeln und entzünden Sie eine Kerze für Ihre Familie und Ahnen
  • 2. Rauhnacht: 25. auf 26. Dezember steht für den Monat Februar
    • spüren Sie sich selbst beispielsweise mit einer Meditation
  • 4. Rauhnacht: 27. auf 28. Dezember steht für den Monat April
    • fangen Sie neu an, also verabschieden Sie Altes und heißen Neues willkommen
  • 6. Rauhnacht: 29. auf 30. Dezember steht für den Monat Juni
    • lassen Sie Altes los. Schreiben Sie es auf einen Zettel und verbrennen diesen
  • 12. Rauhnacht: 4. auf 5. Januar steht für den Monat Dezember
    • empfangen Sie die Zukunft und reinigen Sie sich von allen Dingen, die Sie belasten

Am 6. Januar öffnen Sie Fenster und Türen, räuchern mit Kräutern und lassen so das Neue in Ihr Haus einkehren.

Doch nicht nur im Räuchern oder Bleigießen steckt in der Zeit des Jahreswechsels besondere Magie, sondern auch die Kraft der Edelsteine. Für einen positiven Blick in die Zukunft tragen Sie am besten Dumortierit und Karneol bei sich. Wollen Sie Ihre Abwehrkräfte noch etwas in Schwung bringen? Dann kann Ihnen der schwarze Onyx dabei helfen.
Na dann: starten Sie gut ins neue Jahr!

 

Fotos: unsplash, Pexels